Fitte Partnerschaft:

Band & EISENHORN

Wenn sich Sportsgeist und Handwerksethos zusammentun: Die Band Genossenschaft und der Trainingsgeräte-Spezialist EISENHORNbauen ihre Partnerschaft aus. Band-Mitarbeitende stemmen die Produktion jetzt von A bis Z selbst.

Sportlich, fit und munter – wer das sein will, muss Zeit ins Training investieren. Nicht weniger Zeit braucht es, überhaupt die Grundlage dafür zu schaffen: das Trainingsgerät. Das weiss niemand besser als die Band Genossenschaft und die EISENHORN AG. Vor vier Jahren haben die beiden Betriebe ihre Kooperation gestartet, die jetzt richtig Früchte trägt. Im Zentrum steht ein multifunktionales Trainingsgerät für den ganzen Körper – eines, dank welchem dem Nutzer eine unendliche Zahl von Fitnessübungen für den ganzen Körper offenstehen. Seit Anfang Jahr werden zwei Modelle in den Produktionsstätten von Band vollständig montiert – und mehr als das: Auch Beschaffung, Logistik und Auslieferung liegen in den Händen des Berner Sozialunternehmens.

Gestartet ist die Kooperation auf kleiner Stufe. Mike Schrag, Gründer und Geschäftsführer der EISENHORN AG, hat 2015 einen Partner für die Montage von kleinen Baugruppen seines Trainingsgerätes gesucht. In der Band-Genossenschaft hat er einen gefunden. Erst entstanden in den Werkstätten von Band einzelne mechanische Teile und dann erste Baugruppen. Für Mike Schrag wurde klar: in dieser Form der Zusammenarbeit steckt noch mehr Potenzial. «Band ist bestens organisiert und die Menschen arbeiten strukturiert. Zum Gedanken, den gesamten Produktionsprozess in Bern abwickeln zu lassen, war es nicht mehr weit.» Und so ist es auch gekommen. Auf Ende 2018 hat Band die vollständige Produktion von zwei aktuellen Modellen samt Einkauf und Logistik übernommen.

 

Werte jenseits der Kosten

Das Berner Sozialunternehmen sieht darin mehr als einen Auftrag. «Wir pflegen mit EISENHORN eine enge Partnerschaft, die wir über die letzten Jahre stetig intensiviert haben», sagt Daniel Zurkinden, Verkaufsleiter Produktion bei Band. Eine Selbstverständlichkeit sei diese Kooperation nicht, hätte EISENHORN doch genauso gut auf einen Partner im Ausland setzen können. «Es freut mich darum umso mehr, dass beim Entscheid, nebst kokurrenzfähigem Preis, auch andere Werte gezählt haben. » Werte wie Qualität, Flexibilität und einen sozialen Sinn, gegeben durch die Menschen mit einer Beeinträchtigung, die in die Produktion involviert sind. Auch die regionale Nähe macht die Partnerschaft zu einer besonderen – mit dem Firmensitz von EISENHORN im Freiburgischen Plaffeien und dem neuen Produktionsstandort bei Band in Bern.

Auch wenn die Produktion gut angelaufen ist, hält das Projekt noch einige Herausforderungen bereit. Dazu zählt die Ressourcenplanung. Bisher arbeiten bis zu fünf Menschen in der Montage. Weil die Nachfrage nach dem Allround-Trainingsgerät ständig variiert, können es auch deutlich mehr sein. «Da EISENHORN direkt an den Endkunden liefert, ist die Produktion volatil und entsprechend ist Flexibilität gefordert», so Daniel Zurkinden. Flexibel zu reagieren sei machbar, aber eben eine Herausforderung, die gut organisiert sein wolle.

 

Grossprojekt mit Knacknüssen

Auch der Umfang als Ganzes macht das Projekt einzigartig. Die Hauptarbeit fällt in der Produktion an, doch sie liegt nicht nur wie oft in der Fertigung einzelner Teile – sondern in der Montage eines kompletten Produktes. Daniel Zurkinden und die Verantwortlichen bei Band haben vorgesorgt: «Gemeinsam mit EISENHORN haben wir viel Zeit in die Schulung der Mitarbeitenden investiert, um der komplexen Aufgabe gerecht zu werden. » Herausfordernd seien im gleichen Zug die Logistik und der Versand, der mit Bestellungen rund um den Globus abgewickelt werden müsse. «Das Gerät aus hochwertigen Materialien intakt und unbeschädigt dem Kunden zuzustellen, das hat uns einigen Einfallsreichtum gekostet. » Ein Einsatz, der sich dank Geduld, Kraft und Beharrlichkeit am Ende auszahlt – so wie für den Sportler am Trainingsgerät selbst.

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Baugruppenmontage
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